Fleißige HelpCamperin – Franziska berichtet von ihrem HelpCamps-Praktikum

Wir sind alle unterschiedlich, und doch sitzen wir am selben Tisch und haben das gleiche Ziel. Zwei von uns haben eine körperliche Beeinträchtigung, die Anderen nicht. Aber das macht in unserer Runde keinen Unterschied, denn jeder bringt uns durch seine Individualität ein Stück weiter ans Ziel. Um uns herum wird lautstark an verschieden Projekten gearbeitet und zwischendurch fliegen Blätter durch die Luft. Trotzdem sitzen wir konzentriert zusammen und planen das Event, was in wenigen Wochen hier stattfinden wird. Dann sind wir nicht mehr nur 10 Leute, die hier um einen Tisch sitzen, sondern wohl um die 100. Das wird an der Art wie wir zusammenarbeiten, egal ob beeinträchtigt oder nicht, aber auch nichts ändern. Natürlich fragt man sich jetzt, wo wir uns eigentlich befinden und was das Ziel ist, das ich eben schon so oft erwähnt habe. Eigentlich lässt sich das jetzt gar nicht so einfach auf ein paar Sätze herunterbrechen.

Franziska vor 3D-Druckern im FabLab.

Franziska vor 3D-Druckern im FabLab.

Aber erst mal von vorne, ich bin Franzi, die Praktikantin bei der Firma matrix, und helfe hier innerhalb meines Praktikums beim Projekt HelpCamps mit. Der Tisch, an dem wir grade sitzen, ist natürlich auch nicht einfach irgendwo, sondern mitten in einem FabLab, in dem die Geräte auf Hochtouren laufen. Wenn du genauer wissen möchtest, was in einem FabLab passiert, kannst du hier in diesem Blogartikel noch mal weiterlesen.

Innerhalb der ersten Tage habe ich schon viel von der Organisation mitbekommen. Schon dabei hatte ich die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Menschen zusammen zu arbeiten und habe schnell gemerkt, dass ich in einigen Bereichen doch voreingenommener war, als ich dachte. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen macht es nämlich keinen Unterschied, ob ich mit Menschen zusammenarbeite, die mit Einschränkungen leben, oder ohne. Wenn wir zusammenkommen und arbeiten, ist es egal und sicherlich auch nicht schwerer, wenn Einzelne eingeschränkt sind oder nicht. Es vereinfacht sogar vieles, da jeder auf Grund seiner Lebensweise eine andere Sichtweise auf das Thema hat.

Aber zurück zu dem Grund, warum wir zusammen sitzen und was wir eigentlich vorhaben. Wir sitzen zusammen, weil wir das anstehende Innovationsforum HelpCamps planen. Am 2. und 3. März, dem Wochenende des HelpCamps, werden viele Menschen zusammenkommen, um zusammen Hilfsmittel für Beeinträchtigte mit Hilfe von 3D-Druckern zu entwerfen. Dass dies nicht nur ein leeres Versprechen ist, sondern wirklich möglich ist, bemerke ich schnell, als ich im FabLab Adrianas selbstgemachte Handprothese entdecke. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Ansätze oder vielleicht sogar fertige Hilfsmittel am Ende der Veranstaltung erarbeitet wurden.

Franziska bestaunt Produkte aus dem 3D-Drucker.

Produkte aus dem 3D-Drucker.

Schon in den letzten Tagen haben wir viel Zeit damit verbracht, zu schauen, wen wir noch für unser Projekt begeistern können, da es sicherlich für viele Menschen interessant ist. Ich bin mir sicher, diestrotz der kurzen Zeit, die ich erst hier bin, gut beurteilen zu können, da ich schon viele Eindrücke sammeln konnte. Außerdem habe ich gesehen, wie schön es ist, mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten zu können und wie spannend die Arbeit im FabLab ist. An den beiden Tagen wird man diese beiden Aspekte auch noch mit vielen begeisterten Menschen kombinieren können. Ich hoffe, dass auch du dich noch dazu entschließen wirst, an dem Event teilzunehmen, wenn du das nicht eh schon hast. Nun freue ich mich aber erst mal auf die nächste Woche, in der ich sicher wieder viele neue Eindrücke gewinnen kann. Denn es muss noch viel organisiert werden, bevor es in wenigen Wochen losgehen kann. Davon erzähle ich dir gerne in meinem nächsten Blog. Bis dahin mach es gut und denk daran dich hier anzumelden, damit du in 5 Wochen auch mit uns am Tisch sitzen kannst!

Noch mehr Eindrücke von Ihrer ersten Woche hat Franziska im Video festgehalten: