Die Entwicklungsteams

Übersicht der Sessionthemen beim BarCamp am 09.12.2017

Die Themen der einzelnen Session-Runden.

Ob Kochen mit Behinderung, barrierefrei Computerspiele spielen oder allwettertaugliche Offroad-Systeme für den Elektrorollstuhl – beim HelpCamp Anfang Dezember 2017 sind viele spannende Entwicklungsideen entstanden. Welche das sind und was genau die einzelnen Entwicklungsteams nach dem HelpCamp vorhaben, erfahrt ihr hier.

 


Wie geht es jetzt weiter?

Die auf dieser Seite vorgestellten Themen und Lösungsansätze für Hilfsmittel sind nach dem HelpCamp im Dezember 2017 weiterentwickelt worden. Beim Innovationsforum HelpCamps am 2. und 3. März 2018 haben sich einige der Entwicklungsteams wieder getroffen und waren im FabLab Kamp-Lintfort zwei Tage lang ganz besonders aktiv. Welche Prototypen, Konzepte oder sogar neue Ideen dort entstanden sind, zeigen wir in den einzelnen Entwicklungsteam-Dokumentationen.

Alle Gruppen freuen sich über weitere tatkräftige Unterstützung! Und: viele weitere Ideen sind entstanden, wurden aber nur andiskutiert. Wer Interesse hat, eine weitere Entwicklungsgruppe zu gründen, kann in unserer Ideenliste stöbern.


Ihr konntet beim HelpCamp und beim Innovationsforum nicht dabei sein, möchtet aber bei einem der Themen mitarbeiten?

Dann meldet euch unter kontakt@helpcamps.de und schreibt uns, in welcher Entwicklungsgruppe ihr mitwirken wollt. Wir stellen dann den Kontakt her!

 

Zu folgenden Themen und Ideen haben sich Entwicklungsgruppen gebildet:

(für weitere Informationen bitte auf den Titel klicken)

1: Online-Plattform „MatchMyMaker“

2: Zocken mit Behinderung

3: Schwenkbarer Taschenhalter für den Rollstuhl

4: Hand to go – eine tragbare Hand aus dem 3D-Drucker

5: Kochen mit Behinderung

Lust auf mehr? Weitere Vorschläge findet ihr auf der Ideenliste: Bitte hier klicken.

 

1: Entwicklung der barrierefreien Online-Plattform „MatchMyMaker“ zur Vernetzung von Maker-Projekten zum Thema Hilfsmittel

Diskutiertes Problem: Im Bereich 3D-Druck und Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung bestehen bereits viele gute Ideen und entwickelte Druckdaten für 3D-Druck-Hilfsmittel, bei Hackathons werden/wurden bereits spannende Lösungen entwickelt. Aber in vielen Fällen fehlt die langfristige Dokumentation oder die 3D-Druck-Lösungen sind auf vielen Blogs verteilt und werden von Menschen mit Behinderung nicht gefunden im Netz.

Erster Lösungsansatz: Entwicklung einer digitalen Plattform zur Dokumentation und Weiterentwicklung des Projekts HelpCamps namens „MatchMyMaker“. Die dort präsentierten Erfindungen oder Druck-Anleitungen müssen nicht auf dieser publiziert werden, sondern die Plattform kann auf den Ursprungsort verlinken (z.B. eigener Blog oder Plattformen wie z.B. github, Thingiverse, myMinifactory). Erste Gedanken zum Aufbau und zur Struktur wurden bereits gesammelt.

 Link zur Facebook-Gruppe

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation!

nach oben

2: Zocken mit Behinderung

Diskutiertes Problem: Vorhandene Controller sind meist zu groß und wegen eingeschränkter Hand-/Muskelfunktion nicht verwendbar für Menschen mit Behinderung. Software oder Produkte, die Abhilfe schaffen, sind derzeit nur proprietär vorhanden, das heißt, sie dürfen nur eingeschränkt oder gar nicht angepasst und weiter verbreitet werden, um den Markt aufzubrechen, fehlt die Konkurrenz. Die Kosten vorhandener Hilfsmittel zum Zocken sind hoch, werden aber von keiner Krankenversicherung übernommen. Das heißt, viele Menschen mit Behinderung würden gerne zocken, kommen aber mit den vorhandenen Hilfsmitteln nicht klar oder können sie sich nicht leisten.

Erster Lösungsansatz: vorhandene, unfertige Prototypen weiterentwickeln, Remodelling, drucksensitive/An-Aus-Controller, verschiedene Sensorarten auf den X-/Y-Achsen, Wissen aus Elektrorollstuhl-Entwicklerpool anwenden u.a..

Link zur Facebook-Gruppe

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation!

nach oben

3: Schwenkbarer Taschenhalter für den Rollstuhl

Diskutiertes Problem: Als Rollstuhlfahrer ist es schwer, Einkäufe oder Gepäck zu verstauen. Es gibt zwar Taschen, die man hinten an den Rollstuhl hängen kann, dort kommt man aber oft nur schwer heran.

Erster Lösungsansatz: Ein schwenkbarer Taschenhalter, mit dem man die Tasche von der Rückseite des Rollstuhls nach vorne zum Fahrer bringen kann, um sie zu befüllen. Anschließend schwenkt man die Tasche wieder nach hinten zurück.

Link zur Facebook-Gruppe

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation! (folgt in Kürze)

nach oben

4: Hand to go – eine tragbare Hand aus dem 3D-Drucker

Diskutiertes Problem: Eine Teilnehmerin hat keine Hände und kommt damit grundsätzlich sehr gut zurecht. Manchmal wünscht sie sich aber eine „Hand to go“, die klein und leicht ist und z.B. in der Handtasche mitgeführt werden kann, um sie bei Bedarf zu nutzen. Zum Beispiel als An- und Ausziehhilfe, um kleine Dinge zu heben etc. Die Hand soll also klein und leicht sein.

Erster Lösungsansatz: Erste Idee ist eine Funktionsprothese aus dem 3D-Drucker, die sehr einfach gehalten ist, für eine spezielle Hilfsfunktion optimiert und lediglich für kurze Tragezeiten konstruiert wird. Die Konstruktion und Herstellung könnte an der Bauweise vom Verein „e-NABLE Germany“ inspiriert werden.

Link zur Facebook-Gruppe

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation!

nach oben

5: Kochen mit Behinderung

Diskutiertes Problem: Eine Teilnehmerin des HelpCamp hat eine Halbseitenlähmung und möchte den anderen Teilnehmenden das Einhand-Kochbuch vorstellen, in dem Rezepte für Menschen, die nur eine Hand nutzen können, abgewandelt sind. Aus der Diskussion zum Buch ergeben sich weitere Probleme beim Kochen im Rollstuhl oder mit einer Behinderung generell: Zutaten rutschen oft vom Schneidebrett, wenn man die Küchenzeile nicht mit dem Rollstuhl unterfahren kann, fällt es zum Beispiel schwer, Nudeln abzuschütten oder Tee zu kochen und man ist einem erhöhten Risiko von Verbrennungen und anderen Verletzungen ausgesetzt. Vorhandene Hilfsmittel zum Kochen sind teuer und schwer zu bekommen, sie werden nur selten von der Krankenversicherung bezahlt und sind oft nicht individuell genug. Eine unterfahrbare Küche kann sich nicht jeder Rollstuhlfahrer in seine Wohnung bauen.

Erster Lösungsansatz: Auf große Küchen- und Küchenprodukte-Hersteller zugehen und mit ihnen gemeinsam eine Produktlinie entwickeln, die auf dem freien Markt vertrieben wird; Konzepte für mehr Sicherheit beim Kochen mit Behinderung entwickeln, evtl. Kochkurse mit den neu entwickelten Produkten

Link zur Facebook-Gruppe

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation!

nach oben

6: Gehstockhalterung & individuelle Griffe

Diskutiertes Problem: Eine Teilnehmerin des HelpCamp nutzt Gehstöcke, um sich fortzubewegen. Wenn sie einmal eine freie Hand braucht, kann sie die Gehstöcke nicht einfach abstellen oder an einer Tischkante oder einer Wand anlehnen, denn die Gehstöcke fallen um. Wenn das passiert, hat die Teilnehmerin Mühe, sie wieder aufzuheben.
Die Griffe der Gehstöcke sind auch nicht optimal. Die Gummibeschichtung löst sich, sodass beim Laufen Druckstellen, Schwielen und sogar Blasen an den Handinnenflächen bestehen.

Erster Lösungsansatz: Eine mechanische Gehstockhalterung entwickeln und mittels 3D-Scan ergonomisch geformte, individuelle Griffe anfertigen.

 

Was hat das Team bisher gemacht? Hier geht’s zur Dokumentation!

nach oben

MerkenMerken

MerkenMerke